Bei welchen Lebewesen wird der Surrogattest angewendet?
Lebewesen, die auf Aufforderung beim Muskeltest nicht gegenhalten oder auch die Fragestellung geistig nicht verarbeiten können, werden über eine Surrogatperson getestet. Dies ist der Fall bei Tieren, Säuglingen, Kindern bis ca. 5 Jahren oder auch Menschen, die aus körperlichen oder geistigen Gründen dem Kinesiologen den Arm nicht angespannt hinhalten können.



Für die Surrogatperson ist es meist ein schönes Erlebnis, aktiv an der Entstressung eines geliebten Menschen oder Tieres
teilnehmen zu können.


Was ist eine Surrogatperson?
„Surrogat“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ersatz“ (surrogare/sub-rogare: jemanden anstelle eines anderen auswählen).
Die Surrogatperson ist also eine Mittelsperson, ein Vermittler. Sie leiht dem zu testenden Wesen sozusagen ihr Ohr bzw. ihren Arm: in einer kinesiologischen Sitzung wird der Muskel DIESER Person getestet, während sie in körperlichem Kontakt mit dem Tier, dem Säugling usw. steht.
Beim Tier wird es meist der Besitzer oder zumindest jemand aus dem nahen Umfeld des Tieres sein, beim Menschen ein Familienmitglied.
Die Surrogatperson muss emotional stabil sein (sie wird anfangs auf ihre Eignung hin getestet und nötigenfalls balanciert). Sie bildet mit dem zu testenden Lebewesen energetisch eine Einheit und gibt die Informationen wie ein elektrischer Leiter weiter.


Kann man sicher sein, dass sich die Surrogatperson nicht geistig in den Test „einmischt“?
Gelegentlich kommt es vor, dass das Surrogat sich – bewusst oder unbewusst – in das Testergebnis einmischen möchte, wenn es dem zu testenden Wesen emotional sehr nahe steht. Dies fällt allerdings dem erfahrenen Kinesiologen schnell auf, beispielsweise an plötzlich widersprüchlichen muskulären Aussagen und an der Stärke der Muskelreaktion. Nach Klärung der Angelegenheit kann die Sitzung in den allermeisten Fällen dann ungestört fortgesetzt werden.


An wem wird die Balance durchgeführt?
Ich persönlich führe die Entstressungsmaßnahmen größtenteils direkt an dem zu testenden Wesen durch. Nur wenn dies nicht möglich sein sollte, wird die Korrektur an der Surrogatperson durchgeführt (z.B. wenn ein Text zu lesen oder eine bestimmte Atemtechnik durchzuführen ist oder wenn ein Hund droht, mich zu beißen).
Manche Kinesiologen arbeiten ausschließlich mit der Surrogatperson; ich hingegen finde es effektiver, das zu testende Lebewesen so weit wie möglich in den Prozess einzubeziehen.
Zu testende Tiere habe ich zwar am liebsten dabei, doch ist es auch möglich, kinesiologische Tests ohne ihre Anwesenheit durchzuführen: die Surrogatperson berührt in diesem Fall nicht das Tier, sondern hält Haare, Federn oder ein Fotos des Tieres in der Hand. Die Balance wird dann logischerweise am Surrogat durchgeführt.